Google KI-Modus: Keiner klickt? So holst du trotzdem Besucher
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Google KI-Modus: Keiner klickt? So holst du trotzdem Besucher

Google beantwortet immer mehr Fragen direkt mit KI, und im Google KI-Modus landen deutlich weniger Menschen auf Websites. Du bekommst trotzdem Besucher, wenn deine Website etwas bietet, das keine KI-Antwort ersetzen kann. Ich zeige dir, was sich gerade bei Google tut, wie ernst du die neue Studie nehmen musst und wie du deine wichtigsten Seiten in 15 Minuten klickwürdiger machst.

Was ändert sich gerade bei Google?

Google testet gerade, ob Links in der KI-Übersicht nicht mehr auf Websites führen, sondern in den KI-Modus. Wer auf so einen Link tippt, landet dann in der nächsten KI-Antwort statt auf deiner Seite. Das ist bisher ein beobachteter Test ohne Stellungnahme von Google, also kein Standard und keine fixe Neuerung.

Kurz zu den Begriffen: Die KI-Übersicht (englisch AI Overview) ist der Antwort-Kasten, der bei manchen Suchen ganz oben steht. Der Google KI-Modus (AI Mode) ist ein eigener Bereich der Suche, in dem du wie in einem Chat Folgefragen stellst. Google hat den KI-Modus im Oktober 2025 auch in Österreich gestartet.

Entdeckt hat den Test der SEO-Berater Gagan Ghotra. Das Fachportal Search Engine Roundtable berichtet über die Links von der KI-Übersicht in den KI-Modus. In welchen Ländern der Test läuft, ist nicht bekannt. Ob du ihn in Österreich schon siehst, lässt sich also nicht sagen. Meine Einschätzung: Die Richtung ist trotzdem klar. Google führt Suchende immer öfter tiefer in die eigene KI-Suche.

Häufiger Irrtum: „Wenn mich die KI nennt, kommen automatisch Besucher.“ Genannt werden heißt nur, dass dein Betrieb in der Antwort auftaucht. Ob jemand klickt, hängt davon ab, ob er auf deiner Website mehr bekommt als in der Antwort.

Was zeigt die neue Studie zum KI-Modus – und was nicht?

Die Studie zeigt: Wer eine Woche lang nur den Google KI-Modus nutzen konnte, klickte deutlich seltener auf Websites. Die Klickrate sank um 18,8 Prozentpunkte. Die Studie zeigt aber nicht, wie sich Menschen in Österreich im Alltag verhalten, die den KI-Modus freiwillig und nur manchmal verwenden.

Hinter der Studie „AI in Search Reduces Publisher Referrals Without Improving User Experience“ stehen Forscherinnen und Forscher der University of Pennsylvania und der Northeastern University. Sie haben im März 2026 rund 1.100 Chrome-Nutzer in den USA zufällig in drei Gruppen geteilt: Google-Suche ohne KI, Google wie gewohnt und nur KI-Modus. Eine Browser-Erweiterung hat sieben Tage lang aufgezeichnet, wie die Leute suchen und klicken.

Prozentpunkte sind übrigens nicht dasselbe wie Prozent. Sinkt ein Anteil zum Beispiel von 50 auf 40 Prozent, sind das 10 Prozentpunkte weniger. Zwei weitere Ergebnisse sind spannend: Ohne KI-Funktionen, also ohne KI-Übersicht und KI-Modus, stieg die Klickrate um 8,8 Prozentpunkte. Und in der KI-Modus-Gruppe sanken Zufriedenheit und Vertrauen in die Informationen bei Google, mehr Leute wichen auf andere Suchmaschinen aus.

Die Schwächen der Studie solltest du trotzdem kennen:

  • Sie wurde nur in den USA gemacht.
  • Sie lief nur sieben Tage. Ob sich Menschen nach ein paar Wochen an den KI-Modus gewöhnen, zeigt sie nicht.
  • Die Teilnehmer wurden in den KI-Modus gezwungen. Vorher nutzten sie ihn nur bei 0,6 Prozent ihrer Suchen.
  • Die Gruppe war jünger und gebildeter als der Durchschnitt: 75 Prozent unter 45 Jahren, 87 Prozent mit zumindest begonnenem Studium.

Meine Meinung: Die 18,8 Prozentpunkte kannst du nicht auf deinen Betrieb umrechnen. Die Richtung ist aber eindeutig: Je öfter Menschen ihre Antwort direkt bei Google bekommen, desto weniger Grund haben sie zu klicken. Panik brauchst du deswegen keine, einen Plan schon.

Inhaberin eines Cafés arbeitet am Laptop an ihrer Website – Google KI-Modus und weniger Klicks

Welche Gründe zum Klicken kann nur deine Website bieten?

Deine Website bietet alles, was eine KI-Antwort heute meist nicht erledigen kann: einen Termin buchen, eine Anfrage schicken, einen Rechner oder Konfigurator nutzen, echte Fotos deiner Arbeit ansehen und Öffnungszeiten oder Anfahrt finden. Genau diese Dinge müssen auf deinen wichtigsten Seiten sofort sichtbar sein, nicht irgendwo im Menü versteckt.

Die KI kann erklären, was ein neues Bad ungefähr braucht. Den Termin beim Installateur ausmachen kann sie in der Regel nicht. Das ist deine Chance. So setzt du die Klick-Gründe konkret um:

Klick-Grund Beispiel So setzt du es um
Termin buchen Friseursalon, Physiotherapie, Ordination Buchungs-Button ganz oben auf Startseite und Leistungsseite, nicht nur im Menü
Anfrage schicken Tischlerei, Installateur, Baufirma Kurzes Formular mit wenigen Feldern, gern mit Foto-Upload für das Projekt
Rechner oder Konfigurator Mengenrechner für Fliesen oder Farbe, Möbel-Konfigurator Kleines Werkzeug, das ein echtes Alltagsproblem löst und am Ende zur Anfrage führt
Echte Projektfotos Vorher-nachher-Bilder, fertige Küchen, Gärten, Dächer Eigene Fotos mit einem Satz Beschreibung statt Stockfotos
Öffnungszeiten, Anfahrt, Telefon Geschäft, Werkstatt, Ordination Oben sichtbar, Telefonnummer am Handy antippbar, gleiche Angaben wie im Unternehmensprofil

Die letzte Zeile unterschätzen viele. Stehen auf deiner Website andere Öffnungszeiten als in deinem Google-Unternehmensprofil, verlieren Besucher sofort Vertrauen. Und einen echten Menschen hinter dem Betrieb kann dir keine KI abnehmen. Deshalb zahlt sich eine gute Über-mich-Seite mit echten Fotos gerade jetzt aus.

Meine Empfehlung: Bau auf jede wichtige Leistungsseite ganz oben einen klaren nächsten Schritt ein, zum Beispiel „Termin buchen“ oder „Projekt anfragen“. Wer aus einer KI-Antwort kommt, kennt die Grundlagen meist schon und will handeln, nicht noch einmal alles lesen.

Genannt werden ist nicht dasselbe wie besucht werden

In einer KI-Antwort vorzukommen, bringt dir Sichtbarkeit, aber noch keinen Besuch. Schau dir deshalb beides getrennt an: wie oft Google dich in KI-Antworten zeigt und wie oft danach wirklich jemand auf deine Website klickt.

Google selbst schreibt in seiner Anleitung zu KI-Funktionen und deiner Website, dass Klicks von Suchseiten mit KI-Übersicht „hochwertiger“ sind: Die Besucher bleiben eher länger auf der Website. Konkrete Zahlen nennt Google dort nicht. Nimm das also als Hinweis, nicht als Beweis.

Zum Nachschauen brauchst du die Google Search Console, das Auswertungs-Werkzeug von Google für deine Website. Seit 31. August 2026 gibt es dort weltweit einen eigenen Bericht für die KI-Funktionen der Suche („Generative AI performance report“). Er zeigt nur Impressionen, also wie oft deine Seiten in KI-Übersicht und KI-Modus angezeigt wurden. Klicks zeigt er nicht. Die findest du wie gewohnt im Leistungsbericht unter „Web“, dort sind Klicks aus den KI-Funktionen mitgezählt.

Mein Tipp: Leg dir einmal im Monat zwei Zahlen pro Seite nebeneinander: Impressionen im KI-Bericht und Klicks im Leistungsbericht. Steigen die Impressionen, aber die Klicks nicht, fehlt dieser Seite ein Grund zum Klicken.

Checkliste: deine wichtigsten Seiten in 15 Minuten prüfen

Nimm dir die drei Seiten deiner Website mit den meisten Besuchern und geh diese Punkte am Handy durch.

  1. Öffne die Seite am Handy. Siehst du ohne Scrollen, was du anbietest und wie man dich erreicht?
  2. Such den nächsten Schritt: Termin, Anfrage oder Anruf. Ist er ein gut sichtbarer Button oder nur ein Link im Text?
  3. Schau dir die Fotos an. Sind es echte Bilder deiner Arbeit oder austauschbare Stockfotos?
  4. Vergleich Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer mit deinem Google-Unternehmensprofil. Stimmt alles überein?
  5. Frag dich ehrlich: Was bekommt ein Besucher auf dieser Seite, das ihm keine KI-Antwort liefern kann? Fällt dir nichts ein, ist das deine größte Baustelle.

Schreib dir pro Seite eine Sache auf, die du diese Woche verbesserst.

Was du dir sparen kannst – und was du lieber lässt

Du musst deine Website nicht neu bauen und du solltest Google nicht aussperren. Beides klingt nach schneller Lösung, bringt dir aber meist weniger Besucher statt mehr.

Manche überlegen, Google die Nutzung ihrer Texte für KI-Antworten zu verbieten. Technisch geht das mit einem kleinen Befehl im Code der Seite, dem sogenannten nosnippet. Der Haken: Google wendet ihn auf alle Suchergebnisse an. Was eine llms.txt für KI-Crawler bringt und was nicht, erkläre ich dir im Beitrag llms.txt für deine Website.

Achtung: Mit nosnippet verschwindet auch die kurze Beschreibung unter deinem Link in der normalen Google-Suche. Für einen kleinen Betrieb ist das fast immer ein schlechter Tausch.

Ehrlich gesagt trifft die Entwicklung nicht alle gleich. Meine Einschätzung: Seiten, die nur Wissen liefern, etwa reine Erklärtexte, verlieren eher Klicks. Seiten, auf denen man etwas erledigt, also bucht, anfragt oder anruft, sind besser geschützt. Und klassische Suchmaschinenoptimierung bleibt die Grundlage: Google zeigt in KI-Übersicht und KI-Modus nur Seiten, die im normalen Suchindex stehen und mit Textvorschau angezeigt werden dürfen. Eine technisch saubere Website mit guter Suchmaschinenoptimierung ist also keine verlorene Mühe.

Dein nächster Schritt: eine Seite pro Woche klickwürdig machen

Fang mit deiner meistbesuchten Seite an. Mach die Checkliste oben, bau einen klaren Button ein und tausch mindestens ein Stockfoto gegen ein echtes Bild. Nächste Woche kommt die nächste Seite dran.

Wenn du wissen willst, wie gut dich Google und andere KI-Suchen schon finden, schau dir meine GEO-Betreuung für mehr KI-Sichtbarkeit an. Oder du schickst mir deine Projektanfrage und ich sehe mir deine wichtigsten Seiten gemeinsam mit dir an.

Häufige Fragen zum Google KI-Modus

Was ist der Unterschied zwischen KI-Übersicht und KI-Modus?

Die KI-Übersicht ist ein kurzer KI-Kasten über den normalen Suchergebnissen, der KI-Modus ist eine eigene Such-Ansicht zum Weiterfragen. Die KI-Übersicht erscheint nur bei manchen Suchen und du scrollst darunter weiter zu den Websites. Im KI-Modus stellst du wie in einem Chat Folgefragen und bekommst Antworten mit Links zu Websites.

Sehe ich die Links in den KI-Modus schon in Österreich?

Das ist nicht bekannt. Beschrieben wurde ein Test von Google, ohne Angabe, in welchen Ländern er läuft, und eine Stellungnahme von Google ist nicht bekannt. Den KI-Modus selbst gibt es in Österreich seit Oktober 2025. Ob die neuen Links in der KI-Übersicht bei dir auftauchen, siehst du am ehesten, wenn du selbst öfter nach deinen eigenen Leistungen suchst.

Zahlt sich SEO trotz KI-Modus noch aus?

Ja, denn ohne Suchmaschinenoptimierung kommst du auch in KI-Antworten von Google nicht vor. Google verwendet für KI-Übersicht und KI-Modus nur Seiten, die im Suchindex stehen und mit Textvorschau angezeigt werden dürfen. Was sich ändert, ist das Ziel: Neben guten Plätzen brauchst du Seiten, die zum Klicken und Handeln einladen.

Kann ich verhindern, dass Google meine Texte im KI-Modus verwendet?

Ja, mit dem Befehl nosnippet im Code deiner Seite, aber das kostet dich auch die Textvorschau in der normalen Suche. Google wendet diesen Befehl auf alle Suchergebnisse an, also auch auf die klassische Trefferliste. Für die meisten kleinen Betriebe ist das ein schlechter Tausch, weil die Beschreibung unter dem Link viele Klicks bringt.

Wie finde ich heraus, ob meine Website in KI-Antworten von Google vorkommt?

Das zeigt dir der Bericht für KI-Funktionen in der Google Search Console. Er zählt, wie oft deine Seiten in KI-Übersicht und KI-Modus angezeigt wurden, zeigt aber keine Klicks und keine Suchbegriffe. Die Klicks findest du im normalen Leistungsbericht unter „Web“.

Muss ich meine Website wegen der KI jetzt komplett umbauen?

Nein, meistens reichen gezielte Änderungen an wenigen wichtigen Seiten. Ein klarer Button für Termin oder Anfrage, echte Fotos und stimmige Kontaktdaten bringen oft mehr als ein kompletter Neubau. Geh mit der 15-Minuten-Checkliste oben Seite für Seite vor und beginne mit der Seite, die die meisten Besucher hat.

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für die Anfrage. Sobald ich alles gelesen habe, werde ich mich wie gewünscht Kontakt aufnehmen.

Bis bald, Jürgen